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    "SEHT, da ist DER MENSCH"

Ausstellung anlässlich des Reformationsjubiläums 2017

23. Mai bis 5. November 2017

Eröffnung am Sonntag, 21. Mai 2017, um 15.00 Uhr

 

Installation von Nathan Coley im Innenhof des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen. Foto: Kunstmuseum Magdeburg/Hans-Wulf Kunze

 

Seht, so ist der Mensch, schwach, ängstlich, ungläubig, ausgeliefert; aber seht, auch so ist der Mensch: gütig, liebend und allzeit hoffend. Das Bild dieses vielansichtigen Menschen, der immer anders ist, nie gleich, der viele Facetten hat, der mal verletzlich und mal brutal ist, der ein anderes Mal staunend und erkennend Gutes tut: Das ist das Bild, das uns Künstlerinnen und Künstler heute vom Menschen zeigen. Unter dem Titel „SEHT, da ist DER MENSCH“, schlägt die Ausstellung zeitgenössischer Kunst, deren erster Teil anlässlich des 100. Deutschen Katholikentages 2016 in der Leipziger Baumwollspinnerei zu sehen war, 2017 im Kunstmuseum Magdeburg nun den Bogen zum 500. Reformationsjubiläum. Sie zeigt den Menschen, seine Be- und Empfindlichkeiten, das Unsagbare, das Unaussprechliche seiner Existenz und seines Handelns. Ob Fotografie, Malerei, Skulptur, Video oder Installation, es sind die Bilder von uns selbst, die wir nicht unbedingt gern sehen, und es sind jene, die uns immer wieder begegnen und die sich einspannen in das menschliche Leben zwischen Geburt und Tod. Es sind Bilder, die emotional und anrührend, anklagend und versöhnend sind, die immer wieder der Frage nachgehen: Was macht den Mensch zum Menschen?

 

Francis Alÿs | Kader Attia | Jean-Charles Blais | Matthias Böhler & Christian Orendt | Nathan Coley | Lucas Foglia | Douglas Gordon | Tim Eitel | Binelde Hyrcan | Gülsün Karamustafa | Hans-Wulf Kunze | Jitka Hanzlová | Robert Metzkes | Santu Mofokeng | Roman Opalka | Elizabeth Peyton | Julian Röder | Phillip Toledano | Ginan Seidl | Alexander Tinei | Sandra Vásquez de la Horra | Bill Viola | Gillian Wearing | Veronika Witte | Miriam Yammad

 

siehe auch MENSCH

 

                      

gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung

für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses

des Deutschen Bundestages


                                          

 

 

 

 

    OLIVER SCHNELLER Telemann Sphere

Eine Klanginstallation anlässlich des 250. Todestages von Georg Philipp Telemann in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung und dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg

28. April bis 27. August 2017

Eröffnung: Donnerstag, 27. April 2017, 19.00 Uhr


Wir bitten um Ihr Verständnis, dass die Installation aufgrund technischer Schwierigkeiten zur Zeit leider außer Betrieb ist. Wir sind bemüht, diese schnellstmöglich zu beheben.

 

Konzeptuelle Darstellung Telemann Sphere © Oliver Schneller

 

Ein zeltförmiger Klangraum spannt sich auf. In dieser akustischen Architektur erklingen mehrere Kompositionen Georg Philipp Telemanns zeitgleich. So macht der Komponist und Klangkünstler Oliver Schneller (geb. 1966 in Köln) die außergewöhnliche musikalische Schaffenskraft und Schaffensbreite des 1681 in Magdeburg geborenen Barockkomponisten auf ganz neue – wortwörtlich „geballte“ Weise – erfahrbar. Vertreten sind alle wichtigen musikalischen Gattungen, für die Telemann schrieb: von seinen Instrumentalwerken bis hin zu geistlichen und weltlichen Vokalkompositionen. Oliver Schneller nutzt hierbei die „Mechanik“ des menschlichen Ohres, die aufgrund von Lautstärke und räumlicher Ortung Klangobjekte hierarchisch ordnet. 

 

Der Besucher tritt in die Installation hinein und vernimmt zunächst wie von Weitem her, dann näherkommend, eine ihn umkreisende Klangwolke, in der sich zwölf verschiedene Werke überlagern. Aus dieser treten nach und nach einzelne Kompositionen als „Stränge“ hervor. Wie Details im Zoom einer Kamera werden diese plötzlich klar als Einzelkompositionen Telemanns erkennbar. Allerdings verschwindet die Wolke dabei nicht, sondern rotiert weiter, bis sich die gerade im Vordergrund stehende Komposition wieder in die Wolke zurückzieht und stattdessen eine andere hervortritt. Auf die Idee dieser akustischen „Staffelung“ brachte Oliver Schneller die unfassbare Menge von mehreren Tausend Kompositionen, die Telemann schuf und die damit verbundene Vorstellung, dass er gleichzeitig an mehreren von ihnen gearbeitet haben muss.

 

www.telemann2017.eu

 

    AUGUST SANDER. 
    Fotografien aus Menschen des 20. Jahrhunderts

Eine Ausstellung des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg, in Zusammenarbeit mit der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln

 

11. April bis 15. Juni 2017 - verlängert bis 25. Juni 2017

Eröffnung: Sonntag, 9. April 2017, 15.00 Uhr

 

 

August Sander: Jungbauern, 1914; Bürgerkinder, 1925; Zirkusartistin, 1926-32 © Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2017

 

Mit über 100 Photographien gibt die Ausstellung einen repräsentativen Einblick in das bemerkenswerte Porträtwerk Menschen des 20. Jahrhunderts, dessen Konzept und Aufbau August Sander seit Mitte der 1920er-Jahre vorantrieb und das zu einem Standardwerk in der Kunst- und Photographiegeschichte avancierte. Über die hohen bildnerischen Qualitäten hinaus spiegelt es kulturelle, soziale, wirtschaftliche und politische Aspekte seiner Entstehungszeit. Es werden Momente und Typen dargestellt, die in aller Realitätstreue "gelebte Vergangenheit" verkörpern, durch ihre menschlichen Komponenten aber einen starkem Gegenwartsbezug haben und insofern aktuelle Fragestellungen ansprechen: Wie etwa steht es um das Bild der Familie, um handwerkliche Berufe, um die gesellschaftliche Einbindung von Menschen in Not, um das soziale Miteinander?

August Sander plante, seine Bilder in sieben Gruppen einzuteilen, denen er 45 Bildmappen unterstellte. Ein Großteil seines Vorhabens, dessen Abschluss mit etwa 500 bis 600 Bildern gegeben sein sollte, konnte er im Laufe seiner über 50jährigen Tätigkeit umsetzen. Insgesamt liegen der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur im August Sander Archiv rund 1800 originale Negative zu seinem Projekt vor. Diese dienten in den 1990er-Jahren zur Rekonstruktion des Werkes und Erstellung von analogen Neuabzügen, die für die aktuelle Ausstellung hinzugezogen wurden. Vereinzelt sind Abzüge hinzugekommen, die sogar zum ersten Mal im musealen Kontext gezeigt werden und erst vor kurzer Zeit mit Blick auf ihre besondere Ausdruckskraft als Neuabzüge entstanden.

Im März 1930 schrieb ein Rezensent in der Magdeburgischen Zeitung über August Sanders erste Publikation des Porträtwerkes Antlitz der Zeit von 1929: "Wir haben gelernt, aus Buchstaben Worte zu lesen, hier wird von uns verlangt, aus Gesichtern Geschichte zu lernen. [...] Gerade solche Bilder dürften heute besonders notwendig sein." Knapp 90 Jahre liegt das zurück. Einstaunlich zeitgemäß, sogar für 2017.

 

                                                                                           

Gefördert durch:

 

    

 

 

 

   TE Nordpol – 24x die Welt 2016

Medieninstallation

ab 23.1.2016


Foto: Kunstmuseum Magdeburg

 

Der 1968 in Utaradit, Thailand, geborene Künstler Te präsentiert seine digitale Weltsonnenuhr, bestehend aus 24 Monitoren, im Foyer. Die an einem runden Trägersystem befestigten Monitore zeigen Bilder von Webcams aus der ganzen Welt, wobei ein Teil der Bildschirme dunkel bleibt, immer dann, wenn in dieser Region Nacht ist, während anderswo das Leben pulsiert.


Die visuelle Rundreise beginnt auf Island, gefolgt von Brasilien (Rio de Janeiro, Copacabana), Aguiella (Puerto Rico), den Virgin Islands, New York und 10 weiteren Orten in den USA, inkl. Hawaii, sowie Tokio, Boracay (Thailand), Bali, Bangkok, Dubai, Katar, Jerusalem, Hamburg und Dublin.  

 

 

 

 

 

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