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      LAWRENCE CARROLL 
    As the Noise Falls Away Wenn der Lärm nachlässt

26. November 2017 - 18. März 2018 | Eröffnung: Sonnabend, 25. November 2017

 

 

Abb.: li.: Lawrence Carroll, Victory, 2009-2010, courtesy/Foto: Galerie Karsten Greve; re.: Lawrence Carroll, ohne Titel, 2003-2016, courtesy Buchmann Galerie Berlin, Foto: Roman März


Das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg zeigt die seit 20 Jahren erste umfassende Werkschau des international renommierten Malers Lawrence Carroll in Deutschland.

Die Ausstellung umfasst über 40 Arbeiten aus den achtziger Jahren bis heute. 


Wenige Künstler und noch weniger Maler agieren aus der Beobachtung des Unscheinbaren, wie der Maler Lawrence Carroll. Seine Kunst entsteht aus einer Folge von hoch sensitiven Abläufen, in denen die eigene Wahrnehmung, die gestaltende Hand, das ausgewählte Material und der Ort der Präsentation im Einklang sich ästhetisch binden. In diesem Prozess geht die persönliche Spurensuche in das Auslegen eigener Spuren über, die als Kondensat seiner Gedanken und formenden Handlungen zu verstehen sind.

Lawrence Carroll überlässt anderen Künstlern die lauten Töne oder die schnelle Prägnanz und setzt seine Bestimmtheit der Stille dagegen. In dieser Atmosphäre der leisen Töne offenbart sich ein vielseitig temperiertes, durchaus auch verspieltes und waghalsiges Schaffen.

Vieles in seiner Malerei äußert sich seit Jahren verwandt, im Hinblick auf die Farben, die Motive, die Bildereignisse, die weniger ein Äußeres beschreiben, als ein Inneres umkreisen, in dem sich wesenhaft das Leben äußert, als Bindung in die Zeit und als ein Geschenk auf Abruf.

 

In den Räumen des Kunstmuseums treffen diese Eigenschaften auf ihre architektonische Entsprechung. Das Objekthafte seiner Malerei, eine besondere Eigenschaft, welche aus der Konsequenz resultiert, seine Malerei aus allem Illusionismus herauszuhalten, hat ihn bestärkt, deren Bedeutung im Raum zu berücksichtigen. Alle Seiten der Betrachtung spielen ins Bild: die Flächen, Kanten, Materialien, Farben und der Platz, den sie an der Wand bedecken oder im Raum beanspruchen oder verdrängen. Seine Kunst fügt sich in solche Zusammenhänge und bildet darin Konstellationen, wie Maß und Raum, Licht und Schatten, Farben und Gegenstände oder wie die Leere. In dieser Ausstellung sind dies Elemente, die durch den Ort und seine Architektur noch intensiviert werden. Auf diesen Besonderheiten seiner „skulpturalen“ Malerei beruht die außerordentliche internationale Anerkennung seines Schaffens seit Jahrzehnten.

Die Ausstellung wird wesentliche Stränge der letzten Jahre im Werk veranschaulichen. Als installative Exposition wird sie seit Jahren wieder einen umfassenderen Einblick in das Schaffen dieses weltweit anerkannten Malers in Deutschland ermöglichen.

 

oben und hier: Blick in die Ausstellung, Foto: Hans-Wulf Kunze


Lawrence Carroll 
(*1954 in Melbourne, lebt in Los Angeles und Bolsena, Italien); 1974-1976 Moorpark College, Kalifornien, USA; 1976-1980 Art Center College of Design, Pasadena, Kalifornien, USA, 1980 Otis Art Institute, Los Angeles


Ausstellungen, Einzelausstellungen (Auswahl): 2017 Museo Vincenzo Vela, Ligornetto, Schweiz; 2014 MAMbo - Museo d'Arte Moderna di Bologna, Italien; 2013 Casa Solleric, Palma de Mallorca, Spanien; 2012 Dublin City Gallery The Hugh Lane, Dublin, Irland; 2008 Museo Correr, Venedig, Italien; 2007 Hôtel des Arts, Toulon, Frankreich; 2006 Conny Dietzschold Gallery, Sydney, Australien; Galerie Forsblom, Helsinki, Finnland; 2005 Buchmann Galerie, Lugano, Schweiz; 2002 Buchmann Galerie, Köln; Galeria Carles Taché, Barcelona, Spanien; 2000 ACE Gallery, New York/Los Angeles, USA; 1998Galerie der Stadt Stuttgart, Stuttgart; 1997 Galleria Gian Ferrari, Mailand; Italien; 1996 Galleria Milleventi, Turin, Italien; Studio La Cittá, Verona, Italien; 1994 Grand Salon, New York, USA; Städtische Galerie im Museum Folkwang Essen; The Power Plant, Toronto. Kanada; 1993 Jim Schmidt Contemporary Fine Art, St. Louis, USA; Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach; 1992 Stux Gallery, New York, USA


Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl): 2017 New installation, Buchmann Galerie Agra /Lugano; 2015 City Lives, Shirley Fiterman Art Center, New York, USA; 2013 NUR SKULPTUR!, Kunsthalle Mannheim; 55. International Venice Biennale, Vatican Pavilion, Venedig, Italien; 2009 53. Biennale Di Venezia, Palazzo Cavalli Franchetti, Italien; Contemporary Collection; Made in Munich, Haus der Kunst, München; Object paintings, Roger Raveelmuseum, Machelen-aan-de-Leie, Belgien; 2005 Pittura e spazio, Carroll - Chamberlain – Mundt - Paladino, Skulpturenprojekte & Kunsthandel, Lugano, Schweiz; 2001 Göteborg International Kuntsbiennal, Göteborg, Schweden; 1996 Positionen: Reisen an die Grenzen der Malerei, Museum Folkwang, Essen; The Panza Collection, Palazzo delle Albere, Trento, Italien; 1995 The Material Imagination, Guggenheim Museum SoHo, New York, USA; Interventions in Space, Museo de Bellas Artes, Caracas, Venezuela; 1992documenta IX, Kassel


Werke befinden sich in den Sammlungen folgender Museen (Auswahl): Museum of Contemporary Art in Los Angeles; JUMEX Collection, Mexico City; National Museum of Modern Art, Tokyo; Städtische Kunsthalle, Mannheim; Palazzo Ducale, Sassoulo, Italien; Art Gallery of New South Wales, Sydney, Australien


Die Ausstellungen Robin Minard und Lawrence Carroll werden gefördert durch:

 

    

 

 

 

 

 

16. November 2017 - 18. Februar 2018 
PHILLIP TOLEDANO | Who Am I?

  

PhillipToledano, Tiana, aus der Serie "A New Kind of Beauty", 2008-2010 

 

Das Kunstmuseum Magdeburg zeigt in der Medienlounge die beiden Serien A New Kind of Beauty und Days with My Father des britischen Fotografen Phillip Toledano (*1968 in London, lebt in New York).

 

Die zwei Serien des britischen Fotografen Phillip Toledano könnten unterschiedlicher kaum sein: Nach dem Tod seiner Mutter begann Toledano 2006, seinen dementen Vater zu pflegen. Um ihn und die letzte gemeinsame Zeit in Erinnerung zu behalten, hielt er den Alltag mit seinem Vater fotografisch fest. Mit der Serie "days with my Father" sind bemerkenswert persönliche Aufnahmen entstanden. Sie zeigen intime Momente, Gegenstände, die vom Alltag in einer Welt erzählen, die klein geworden ist und sind ein heiter-melancholisches Zeugnis, ein Tagebuch des Abschieds der letzten Jahre eines Lebens.

"A new Kind of Beauty" hingegen versammelt altmeisterlich inszenierte Porträts von Personen, für die ein Schönheitsideal den ausgangspunkt zur Umgestaltung des eigenen Körpers darstellt. Es sind Körper und Gesichter, die durch zahlreiche Schönheitsoperationen verändert sind. Vor schwarzem Hintergrund stark ausgeleuchtet, erscheinen die Porträtierten umso künstlicher, Statuen ähnlich. Es sind so Porträts von Personen und zugleich Körpern entstanden, die selbst zu Kunstwerken geworden sind, im Spannungsfeld von Ideal, medizinischem Modellieren und menschlicher Physis. 

Auf unterschiedliche Weise lotet Phillip Toledano die Möglichkeiten der Fotografie aus - vom intimen, alltäglichen Schnappschuss bis hin zum artifiziellen Porträt.   

 

die Ausstellung bei artour: 

https://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a-z/video-154178_zc-ca8ec3f4_zs-73445a6d.html

24. Oktober 2017 - 18. Februar 2018
ROBIN MINARD
Works with Sound _ Arbeiten mit Klang 1984-2017

Klanginstallationen des kanadischen Komponisten und Klangkünstlers Robin Minard
(* 1953 in Montréal, Kanada, lebt in Weimar)

 

 

Abb.: li.: Robin Minard, Rosace, 2017, Lautsprecher, 16-Kanal Audio; re.: Robin Minard, Brunnen, 1994/96_2017, Acrylglas-Resonatoren mit integrierten Lautsprechern, Foto (2): Hans-Wulf Kunze

 

Der kanadische Komponist und Klangkünstler Robin Minard verließ Ende der 1980er Jahre den geschützten Konzertsaal, um sich mit dem realen Klangraum der urbanen Welt auseinanderzusetzen und das klangökologische Gleichgewicht zu suchen, dass, so seine Intention bis heute, in unserer Alltagswelt existiert.

Mehr als 30 Jahre später ist ein umfangreiches, international bedeutendes Oeuvre entstanden. In ihm verknüpfen sich visuelle und akustische Wahrnehmungen. Die architektonischen Räume, in denen er seine Arbeiten realisiert, haben sich dabei als ideales Feld zur Erprobung beider Prinzipien erwiesen. Die Klanginstallationen des kanadischen Künstlers sind jedoch nicht dazu da, diese Räume akustisch zu füllen, wie es in einer Musikveranstaltung geschieht. Robin Minard erkundet vielmehr die Orte, um auf deren Besonderheiten aufmerksam zu machen.

Das Erlebnis des Hörens wird dabei nicht durch die Zeit begrenzt. Wer sich den Installationen nähert, kann wiederkehren, anders als bei Konzerten, die an zeitliche Vorgaben gebundenen sind.

Für die Besucher bedeutet das, dass sie ihre Autonomie bewahren und Aktionsfreiräume zur Gestaltung des eigenen sinnlichen Erlebens erhalten.

Die Ausstellung im Kunstmuseum Magdeburg soll zum ersten Mal die wichtigsten seit 1984 entstandenen Installationen und Ideen des Künstlers, die weltweit realisiert wurden, an einem Ort zusammenführen. Nach 1996 ist es die zweite Ausstellung Robin Minards in Magdeburg. Wie damals, werden seine Arbeiten nicht (nur) an den üblichen Orten zu hören sein. 

 

Die Ausstellungen Robin Minard und Lawrence Carroll werden gefördert durch:

 

    

   TE Nordpol – 24x die Welt 2016

Medieninstallation

ab 23.1.2016


Foto: Kunstmuseum Magdeburg

 

Der 1968 in Utaradit, Thailand, geborene Künstler Te präsentiert seine digitale Weltsonnenuhr, bestehend aus 24 Monitoren, im Foyer. Die an einem runden Trägersystem befestigten Monitore zeigen Bilder von Webcams aus der ganzen Welt, wobei ein Teil der Bildschirme dunkel bleibt, immer dann, wenn in dieser Region Nacht ist, während anderswo das Leben pulsiert.


Die visuelle Rundreise beginnt auf Island, gefolgt von Brasilien (Rio de Janeiro, Copacabana), Aguiella (Puerto Rico), den Virgin Islands, New York und 10 weiteren Orten in den USA, inkl. Hawaii, sowie Tokio, Boracay (Thailand), Bali, Bangkok, Dubai, Katar, Jerusalem, Hamburg und Dublin.  

 

 

 

 

 

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