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    JOACHIM BROHM State of M.

 

Fotografie

22. März bis 12. Juni 2016

Eröffnung: Sonntag, 20. März 2016, 15.00 Uhr

 

Joachim Brohm: Mies Model Study (Golfclub) B W III, 2014, © Joachim Brohm | VG Bild-Kunst

 

Mit dem Projekt State of M., das sich der Moderne und der Bauhaus-Architektur zuwendet, dreht Joachim Brohm seine Kamera in die Geschichte. Der Buchstabe M. spielt auf die Moderne, auf Magdeburg und auf den Namen Mies, bezogen auf eine von Ludwig Mies van der Rohe für Magdeburg geplante, allerdings nie realisierte private Villa an. Brohms Blick strebt nach der Verbindung zur Vergangenheit, ohne darüber die zeitliche Distanz zu leugnen. In seiner fotografischen Bewertung ausgewählter Bauten weltweit sucht er den Moderne-Impuls aufzuspüren und in Bildern zu fassen. Er begegnet dem seit Jahrzehnten fortdauernden Mysterium der Moderne konzeptionell mit den Mitteln seiner eigenen Generation, wobei Bauhaus-Fotografie und -Architektur, als historische Komponenten, seine Betrachtung mit der Kamera sowohl provozieren als auch begleiten. Die gerade auch für die Entwicklung der Fotografie so bahnbrechenden Neuerungen, speziell durch das Bauhaus, werden zur Folie der Auseinandersetzung mit demselben Medium. 

 

Mittwoch, 13. April 2016, um 19.00 Uhr:

DIALOG, Künstlergespräch mit Joachim Brohm und Uwe Gellner, Kurator der Ausstellung

 

www.joachimbrohm.com

grosse-plaene.de

Ein Projekt der Stiftung Bauhaus Dessau im Verbund mit Ausstellungen in Dessau, Halle (Saale), Magdeburg, Merseburg, Leuna, Elbingerode und Quedlinburg.

   

    VON HIER AUS NOCH VIEL WEITER

Nachdenken über den Skulpturenpark


23. Jan. bis 28. März 2016

verlängert bis 19. Juni 2016

 

 

Nathan Coley (UK)

Sven Johne (D)

Bjørn Melhus (D)

Robin Minard (CDN)

Alicia Paz (MEX | FR)

Jenny Perlin (USA)

Tilo Schulz (D)

 

 

Wie zu erwarten war, überraschen die im Frühjahr letzten Jahres eingeladenen Künstler im Herbst 2015 mit ihren ersten Ideen und Entwürfen für den seit 1989 bestehenden Skulpturenpark des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen. Die Ausstellung stellt die inzwischen vollständig vorliegenden Skizzen und Modelle für mögliche neue Kunstwerke erstmals öffentlich vor. Auffällig intensiv haben alle beteiligten Künstlerinnen und Künstler sich auf die kulturhistorischen Besonderheiten der vorgefundenen Situation bezogen und Aussagen formuliert, welche den Skulpturenpark nach mehr als 25 Jahren seines Bestehens mit neuen künstlerischen Fragen und Methoden in die heutige Zeit binden.

 

Auffälligstes Merkmal ist es, dass anstelle figürlicher Bronzen, die bisher das Gros der Werke ausmachen, nun Klang (Robin Minard), Film (Jenny Perlin), Licht (Bjørn Melhus), Malerei (Alicia Paz), Fotografie und Sprache zum Zuge kommen. Nicht die in einem Material gestaltete Form in sich ist der Träger des Ausdrucks, sie ist teilweise mehr Gefäß oder Speicher der künstlerischen Wirkung. Überhaupt sind Selbsterfahrung, Erinnerung (Sven Johne) oder Benutzbarkeit (Nathan Coley) und Veränderung (Tilo Schulz), Komponenten eines neuen Skulpturbegriffs, der sich sozial und inhaltlich begreift, gleichzeitig zum Erkunden und Spielen einlädt. Bildhauerei versteht sich in ihrem Material offener und in der Wirkung vielfältiger. Das geht über physische oder traditionelle Körper-Raum-Beziehungen hinaus, wie unser Lebensalltag sich längst in so viele mediale Räume hinein bewegt hat, um Information, Orientierung und Unterhaltung zu finden.

 

Um eine deutlichere Charakteristik für diesen einzigartigen Erlebnisraum zu erlangen, schlägt der Landschaftsarchitekt Axel Lohrer (München/Magdeburg) an zwei Stellen des Skulpturenparks gestalterische Veränderungen vor, die der Integration aktueller Kunstwerke neue und spezifische Räume bieten. Er fügt einen Platz und einen Garten ein. Damit schafft er eine größere Klarheit in der urbanen Präsenz der Gesamtheit aus mittelalterlicher Architektur, bereits aufgestellten und zukünftigen Kunstwerken sowie innerstädtischer Landschaft.

 

Fest steht, mit der Realisierung solcher Projekte in diesem und in den kommenden Jahren wird der Skulpturenpark aus einem Ort der Betrachtung der Kunstgeschichte mehr zu einem Ort der Sinne und des Erlebens werden, der zum Aufenthalt einlädt.

 

Eine Begleitpublikation zur Ausstellung ist zum Preis von 3,00 EUR an der Museumskasse erhältlich.

 

 

 

 

  Te

  Nordpol – 24 x die Welt, 2016

  ab 23.1.2016


Foto: Kunstmuseum Magdeburg

 

Der 1968 in Utaradit, Thailand, geborene Künstler Te zeigt seine digitale Weltsonnenuhr, bestehend aus 24 Monitoren, im Foyer. Die an einem runden Trägersystem befestigten Monitore zeigen Bilder von Webcams aus der ganzen Welt, wobei ein Teil der Bildschirme dunkel bleibt, immer dann, wenn in dieser Region Nacht ist, während anderswo das Leben pulsiert.
Die visuelle Rundreise beginnt auf Island, gefolgt von Brasilien (Rio de Janeiro, Copacabana), Aguiella (Puerto Rico), den Virgin Islands, New York und 10 weiteren Orten in den USA, inkl. Hawaii, Tokyo, Boracay (Thailand), Bali, Bangkok, Dubai, Katar, Jerusalem, Hamburg und Dublin.  

 

 

 

 

 

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