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21. Februar - 6. Mai: DIE GESCHICHTEN DER CHRISTIANE MÖBUS 
Vernissage
: 19. Februar 2012, 15.00 Uhr
 

Großer Saal, Blick in die Ausstellung voon Christiane Möbus, Foto: Hans-Wulf Kunze

Nachdem Christiane Möbus 1971 genügend Federn von Flugenten(!) zusammen hat, wagt sie leichtsinnig den Absprung in die Wolken und verschreibt ihr Leben der Kunst. Sie dokumentiert den Flugverlauf fotografisch und deutet ihn als „das unnötige Verlöbnis der Frau Holle mit dem Schamanen“. Der praktizierte Gedankenflug wird zum Initial, sich fortan der Leichtigkeit von Eingebungen anzuvertrauen und die Gesetze der Schwerkraft zu unterlaufen. Mitgerissen vom internationalen Avantgardismus der Kunst jener Jahre, untersucht Christiane Möbus in ihren frühen Werken die Bildkraft einfachster Gegenstände und Handlungen. Den leichten Sinn hat sie sich bewahren können.
Die Geschichten der Christiane Möbus entwickeln sich sowohl von den Wegesrändern des Alltags als auch aus präzisen Entscheidungen. Ihre Werke setzen sich aus Worten, Fundsachen und gebauten Objekten zusammen, in einer Mischung von Künstlichkeit und Wirklichkeit, die, mal im launischen Plauderton verfasst, mal verwegen akrobatisch, jedoch immer aus genauer Beobachtung, zueinander finden und die sich, aneinander gereiht, wie die Seiten eines Tagebuchs lesen. Ihre Werke besitzen eine Sprache, welche die Regeln des Begrifflichen sprengt und in poetische Bilder verlegt. Das sind Bilder persönlicher Erinnerungen, Alltagsvisionen, Rollenspiele, intuitiv verdichtete Konstruktionen mit Raum für Fantasie. Nach wie vor allen Formalismen und Regeln misstrauend, kennt ihr bemerkenswert eigenständiges Werk keine formale Logik und siedelt sich zwischen den begrifflichen Kategorien Skulptur, Objekt oder Installation an.
Die Ausstellung gibt einen umfassenden Überblick auf vier Jahrzehnte eines besonderen Künstlerlebens.

Christiane Möbus hat seit vielen Jahren eine Professur an der Universität der Künste, Berlin.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. 

 

21. Februar – 6. Mai 2012: INNER MOTION

Ausstellung in der MedienLounge

Videos von Nan Hoover, Björn Melhus und Yehudit Sasportas

Yehudit Sasportas, The Lightworkers, 2010, Video, Standbild,
courtesy Galerie EIGEN *+ ART, Leipzig/Berlin

Den persönlichen Stil der gezeigten Videos von Nan Hoover, Bjørn Melhus und Yehudit Sasportas verbindet, dass sie aus der Stille der Dunkelheit ins Bild dringen. Subtile Bewegungsverläufe spielen sich auf einer Membran zwischen Außenwelt und Innerlichkeit ab, suchend, treibend, seufzend und in einer Unmittelbarkeit, die jede Distanz schwinden lässt. 
Die amerikanische Künstlerin Nan Hoover (1931-2008) siedelte 1969 nach Amsterdam über und wurde zu einer Wegbereiterin der Videokunst in Europa. Aus der Kunst der Performance hervorgegangen, untersuchen ihre frühen Videos die Beziehung zwischen Körper und Licht. So steht am Anfang des Mediums Video die Frage der Selbsterkundung mit der Kamera, gleichzeitig aber verleitet die Technik elektronischer Bilder und Klänge zum visionären Experiment und zu ungeahnten Ausflügen ins Grenzenlose.
Mit dem deutschen Videokünstler Bjørn Melhus (geb. 1966) und der israelischen Künstlerin Yehudit Sasportas (geb. 1969) sind zwei wichtige Akteure aus der aktuellen Szene der internationalen Videokunst vertreten. In ihren Arbeiten zeigt sich, dass das elektronische Bildmedium heute zunehmend einer kritischen Selbstreflexion unterzogen wird. „Emotion Field“ von Bjørn Melhus nutzt die Suggestion farbigen Lichts auf Monitoren, gekoppelt an eine Toncollage aus Hollywood-Trickfilmen, um in den individuellen Erinnerungen jedes Betrachters die gespeicherten Bilder der Filmindustrie aufzustöbern. „The Lightworkers“ von Yehudit Sasportas entführt den Betrachter in eine Paradies- oder Endzeitsituation. Deren allmähliche Wandlungen scheinen, von unbekannter Hand gesteuert, bereits in einem Schwebezustand zu existieren, der einer künstlichen, immer perfekter werdenden medialen Realität entspricht, deren Quellen verborgen bleiben.
 

 

 

 

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