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4. September - 7. Dezember 2003

La Poetica dell' Arte Povera

 

Blick in die Ausstellung, Foto: Hans-Wulf Kunze

 

Die ARTE POVERA gehört zu den einflussreichsten italienischen Kunstrichtungen 
im 20. Jahrhundert. Die Ausstellung zeigt eine außerordentlich reichen und repräsentativen Querschnitt davon. Gezeigt werden Arbeiten von Giovanni Anselmo, Pier Paolo Calzolari, Jannis Kounellis, Mario Merz, Michelangelo Pistoletto und zahlreichen weiteren Künstlern. Die Objekte kommen vor allem aus Privatsammlungen in Deutschland und Europa, aber auch aus Museen in Berlin, Bremen, Weimar oder Liechtenstein.

 

Künstler Giovanni Anselmo, Alighiero e Boetti, Pier Paolo Calzolari, Luciano Fabro, Piero Gilardi, Jannis Kounellis, Marisa Merz, Mario Merz, Giulio Paolini, Pino Pascali, Giuseppe Penone, Michelangelo Pistoletto, Emilio Prini und Gilberto Zorio

 

Katalog

 

 

22. Mai - 20. Juli 2003

Olaf Wegewitz. Ich zeige

 

Blick in die Ausstellung, Foto: Kunstmuseum

 

Olaf Wegewitz gehört zu den profiliertesten Künstlern in Sachsen-Anhalt (Kunstförderpreis 1999), aber auch über die Landesgrenzen hinaus. Das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen widmet ihm eine umfangreiche Werkschau, deren Schwerpunkt neue Arbeiten bilden. 
Ausgewählte ältere Objekte sollen die künstlerische Entwicklung während der vergangen 20 Jahre verdeutlichen.
Gezeigt werden zahlreiche Zeichnungen und Bücher sowie zwei Schreine. Die Zeichnungen, gewöhnlich beidseitig ausgeführt, haben als Materialgrund Papyrus. Diese aus der Antike als Beschreibstoff bekannte Pflanze ist für den heutigen Kunstbetrieb ungewöhnlich, entspricht jedoch den Intentionen von Olaf Wegewitz. Für ihn stellt das Verhältnis des Menschen zur Natur das zentrale Thema seines Schaffens dar. Die Zeichnungen bilden jedoch nur einen Teil der Exposition.
Sehr viel komplexer sind die Künstlerbücher. In ihnen vermischen sich unterschiedliche Techniken wie Holzschnitt, Malerei, Fotografie, Druck bis hin zu dreidimensionalen Konstruktionen. So ist eines der Bücher dem 'Werk' der Minierfliege gewidmet, ihren filigranen Spuren auf Blättern, andere sind künstlerisch materialisierte Kindheitserinnerungen oder Reiseeindrücke. Letztere resultierten in den vergangenen Jahren häufig aus Italienaufenthalten.
Die Komplexität der Bücher findet in den Schreinen ihre Fortsetzung. Häufig gehören Bücher als Teil zu ihnen, zum Beispiel beim Schrein "Lappländische Reise" (1999).
Die Natur ist bei allen genannten Werken die bewusste Quelle der Arbeit des 1949 geborenen und in Huy-Neinstedt lebenden Künstlers, nicht nur in den Materialien, sondern bis hin zum Herstellungsverfahren.

 

Katalog

 

 

10. April - 11. Mai 2003

Gudrun Wassermann. Schwarzbild

Blick in die Ausstellung, Foto: Kunstmuseum

 

In ihren ortsbezogenen Installationen platziert Gudrun Wassermann (geb. 1934) verschiedene Elemente unhierarchisch im Raum. Licht und Ton als immaterielle Konstanten verbinden sich in der Materialität der Architektur des Raumes und der in ihr projizierten Bilder zum Körper: „Ich setze Bilder, Verzögerung, langsames Sehen und Hören ein. Auch die Betrachter und Hörer brauchen diese Zeit, um eigene Vorstellungen entwickeln zu können." (Gudrun Wassermann)

 

Katalog

 

 

13. März - 29. Mai 2003

TERRA ARTE
Künstlerkeramik der 8. Hundisburger Werkstattwochen 2002

 

Im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen wird am 12.03., um 19 Uhr, die Ausstellung "TERRA ARTE - Künstlerkeramik der 8. Hundisburger Werkstattwochen 2002" eröffnet.

Seit mehr als zehn Jahren treffen sich in der Historischen Ziegelei Hundisburg Künstler aus Deutschland und dem Ausland, um mit einem der ältesten Materialien zu arbeiten, die der Mensch kennt: Ton. Der Umgang damit ist nur wenigen der Teilnehmer vertraut. Es ist deshalb für sie ein Experimentieren mit den Besonderheiten des leicht formbaren und doch spröden Stoffs. Die ausgestellten Werke sind Belege dafür. Es handelt sich vorwiegend um mehrteilige Installationen. Sie ähneln Türmen, organischen Formen aus der Natur oder Gefäßkeramik. Die natürliche Farbe des Materials bleibt dabei weitgehend erhalten. 
Die Werkstattwochen werden unterstützt durch das Schul- und Kulturamt des Landkreises Ohrekreis und den Förderverein Technisches Denkmal Ziegelei Hundisburg e.V.

 

Künstlern: Ulla Andersson, Karin Flurer-Brünger, Elzbieta Janczak-Walaszek (Polen), Kai Robert Kluge, Ilka Leukefeld, Anna-Elisabeth Weihe

 

Katalog

 

 

20. Februar - 21. April 2003

Markus Daum. Figur als archäologisches Prinzip
Plastiken, Zeichnungen, Collagen

 

Der 1959 geborene Künstler studierte von 1982-1986 bei Alfred Hrdlicka an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, danach, von 1986-1990 an der Hochschule der Künste in Berlin bei Rolf Szymanski. 
Die Lösung von diesen einflussreichen Lehrern ist ihm in den vergangenen Jahren gelungen.
Aus der Bedingtheit von Gestaltwerdung und Gestaltauflösung entwickelte er eine charakteristische bildhauerische Strategie, die dem oberflächlichen Anschein der Dinge misstraut. Eine Grundlage dafür ist das Bewusstsein des Künstlers um die Flüchtigkeit der Form. Es ist somit kein Zufall, wenn Markus Daum für viele seiner Plastiken (rostendes) Eisen statt Bronze verwendet. Die Vergänglichkeit des Existierenden bedeutet für ihn jedoch ebenso eine Möglichkeit, Wesentliches erkennen zu können.
Die in sich differenziert wirkenden Plastiken reduzieren das 'ewig Gültige' auf eine Gestalt, die in ihrer Veränderbarkeit auch Ausdruck des gegenwärtigen Empfindens in der Gesellschaft ist. Zugleich weist sie damit aber über das Augenblickliche, Zufällige hinaus.
In Ergänzung zu den bildhauerischen Werken zeigt das Magdeburger Kunstmuseum ausgewählte Zeichnungen und Collagen des in Radolfzell am Bodensee und in Berlin lebenden Künstlers.

 

 

2. Dezember 2002 - 10. März 2003

Die Kunst der kleinen Formen
Medaillen und Kleinplastik der Hallenser Bildhauerschule

 

Die besondere Aufmerksamkeit der Ausstellung gilt Werken von Künstlern, die der Hochschule Burg Giebichenstein, Halle, als Lehrer bzw. Studenten verbunden waren und sind. Dazu gehört an erster Stelle Gustav Weidanz (1889-1970), der 1916, aus Berlin kommend, in Halle einen Lehrauftrag annahm. Zu seinen Schülern zählten Wilfried Fitzenreiter 
(* 1932), Gerhard Lichtenfeld (1921-1978) und Heinrich Apel (* 1935). Von den Schülern Lichtenfelds setzt Bernd Göbel (* 1942) die Tradition der Medaillenkunst fort.
Die etwa 200 Objekte umfassende Exposition vermittelt einen differenzierten Überblick des inhaltlich breit gefächerten Spektrums der kleinformatigen Bildwerke. Großen Raum nehmen die Porträtmedaillen ein. Zahlreiche andere widmen sich mythologischen Themen, Jubiläen verschiedenster Art oder wurden aus Anlass von Messen, Firmenpleiten, Kriegen oder Preisverleihungen geschaffen. Sie sind somit nicht allein Ausdruck künstlerischer Arbeit und handwerklichen Könnens, sondern ebenso Reflex der Zeitgeschichte.
Ergänzt wird die Medaillen-Kollektion durch einige ausgewählte Plastiken.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, dem Landesmünzkabinett der Galerie Moritzburg, Halle, der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst und der Gitta-Kastner-Stiftung.