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9. Oktober - 30. Dezember 2005
Faszination Kunst. Kunstmuseen in Sachsen-Anhalt

Willem van Aelst, Stillleben mit Nautiluspokal und Granatapfel, um 1650, Anhaltische Gemäldegalerie Dessau

 

In dieser großen Gemeinschaftsausstellung zeigten die 5 wichtigsten Kunstmuseen Sachsen-Anhalts Hauptwerke aus ihren Sammlungen:

 

Künstler (Auswahl):

Gemälde von Lucas Cranach d. Ä. Pieter Breughel d. J. Willem van Aelst. Max Liebermann. Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff. Skulpturen von Wilhelm Lehmbruck und Ernst Barlach. Arbeiten aus dem Bauhaus darunter von Marcel Breuer. Kunstwerke aus der Zeit nach 1945 sowie zeitgenössische Werke von Per Kirkeby. Johan Creten. John Smith und Sigalit Landau

 

Museen:

Stiftung Moritzburg. Halle. Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt
Anhaltische Gemäldegalerie, Dessau
Stiftung Bauhaus Dessau
Kulturhistorisches Museum, Magdeburg
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg

Katalog

 


26. Juni - 11. September 2005
Fluxus und Freunde. Sammlung Maria und Walter Schnepel

Ausstellung Fluxus und Freunde, Raumansicht, 2005, Foto: Hans-Wulf Kunze

 

Der Umfang der Sammlung von Maria und Walter Schnepel ermöglicht einen differenzierten Blick auf die in den sechziger Jahren entstandene Kunstrichtung. FLUXUS als kategorialen Begriff ,erfand‘ 1961 der Motor der Bewegung George Maciunas. Die Quellen von FLUXUS aber liegen in den Arbeiten des Komponisten John Cage an der New School for Social Research, New York. Zu den Schülern von Cage zählten Dick Higgins, Al Hansen, George Brecht und Allan Kaprow. Durch die Vielfalt der Ausdrucksweisen (z.B. Aktion, Performance, Multiple, Video, Konzert) und Verknüpfungen zur Objektkunst, Musik, zu Film, Wissenschaft und Literatur stellt FLUXUS bis heute eine der einflussreichsten Kunstrichtungen dar.


Künstler:
Hans Peter Alvermann. Eric Andersen. Arman. AY-O. Mary Bauermeister. Joseph Beuys. George Brecht. KP Brehmer. Ursula Burghardt. John Cage. Giuseppe Chiari. Christo. Philip Corner. Marcel Duchamp. Robert Filliou. Ken Friedman. Jochen Gerz. Wolfgang Hainke. Richard Hamilton. Al Hansen. Dick Higgins. Ray Johnson. Joe Jones. Rolf Julius. Mauricio Kagel. Allan Kaprow. Bengt af Klintberg. Milan Knizak. Alison Knowles. Arthur Koepcke. Christina Kubisch. Richard Lindner. George Maciunas. Ann Noël. Claes Oldenburg. Yoko Ono. Robin Page. Nam June Paik. Ben Patterson. Robert Rauschenberg. Man Ray. Paul Renner. Dieter Roth. Gerhard Rühm. Takako Saito. Tomas Schmit. Mieko Shiomi. Daniel Spoerri. Klaus Staeck. Karlheinz Stockhausen. André Thomkins. Jean Tinguely. Günther Uecker. Timm Ulrichs. Ben Vautier. Wolf Vostell. Robert Watts. Stefan Wewerka. Emmett Williams

 


23. Januar - 13. März 2005
John Smith. London & Other Worlds
Retrospektive der Kurzfilme 1975-2004

Blick in die Ausstellung, Foto: Kunstmuseum

 

Der 1952 in London geborene John Smith gehört zu den renommiertesten Experimentalfilmern Großbritanniens. Er lehrt seit mehreren Jahren bildende Kunst an der University of East London.
Das Magdeburger Kunstmuseum zeigt 13 Kurzfilme. Zu den frühen Werken, die in der Ausstellung zu sehen sind, gehören „Associations" (1975) und „The Girl Chewing Gum" (1976). Die Retrospektive beinhaltet jedoch auch eine Premiere. Zum ersten Mal werden die Filme der Hotelserie: „Frozen War" (2002), „Throwing Stones" (2004) und „Museum Piece" (2004) gezeigt.
Typisch für die Filme von John Smith ist, neben der urbanen Szenerie, das Spiel mit Stereotypen der Wahrnehmung, Verfremdung, Sprache und strukturellen Elementen des Films. Diese Klaviatur künstlerischer Mittel versteht er virtuos einzusetzen. Oft sind es nur winzige Veränderungen, z.B. ein Schnitt, eine Wiederholung, verzögertes Tempo, die gewohnte Sehweisen aufbrechen und neue Bedeutungsebenen erschließen.
Das zentrale Thema seiner filmischen Reflexionen bildet das Medium Film selbst: „Eine ganze Reihe meiner Filme sind, was ihr Ausgangsmaterial betrifft, rein dokumentarisch, dieses dient aber lediglich als Rohmaterial für die Konstruktion ihrer Geschichten. Was mir bei jedem Film, den ich mache, am Herzen liegt, ist dass die Informationen, die er präsentiert, fragwürdig erscheinen und seine Konstruiertheit offensichtlich wird. Fernsehdokumentationen in ihrer schlimmsten Ausprägung zwingen uns dazu, alles zu glauben, was sie uns erzählen. Mich interessieren Filme, die dazu einladen, das, was sie uns erzählen, zu hinterfragen. Mir geht es um Engagement, nicht um Konsum."
Ort der Geschichten ist oft East London, der Stadtteil, in dem John Smith geboren wurde und heute noch lebt. Seine Filme erhielten weltweit auf Festivals zahlreiche Preise. Einer der erfolgreichsten ist "Blight" (1994-1996). Bezieht der Film zu Beginn Elemente eines klassischen Thrillers ein, entwickelt John Smith zugleich Bild für Bild die Szenerie eines Stadtviertels, das teilweise dem Bau einer Straße weichen muss. In den Gebäuden sind jedoch noch immer Stimmen und Erinnerungen zu Hause, die in Verbindung mit der Musik einen suggestiven Rhythmus entfalten. Kafkaesk wirkt dagegen „The Black Tower" (1985-1987), während „Regression" (1998-1999) dadaistische Stilmittel aufgreift.

 

Filme: 
Associations. The Girl Chewing Gum. The Black Tower. The Kiss. Om. Gargantuan. Regression. Blight. Lost Sound. Throwing Stones. Museum Piece. Frozen War. Worst Case Scenario sowie in Ergänzung: Slow Glass und Shepherd's Delight - an analysis of humour

Katalog