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10. Dezember 2006 - 11. März 2007
A noir, E blanc, I rouge, U vert, O bleu. Farben


Christophe Cuzin. Mes Référents, 70 Serigraphien, 2003, Foto: Hans-Wulf Kunze

 

Mit Farben verbinden sich Emotionen. Sie dienen der Kommunikation, lenken unsere Wahrnehmung, beeinflussen Raum und Temperatur und können Symbolik vermitteln, aber nur selten denken wir darüber nach. In der Kunst sind Farben vor allem als Ausdrucksmittel der Malerei zu verstehen. Aber ist das alles?
Welche Rolle Farben im Werk eines Künstlers spielen, kann höchst unterschiedlich sein. Wollte Yves Klein seine Werke durch die Verwendung des von ihm mit Chemikern entwickelten International-Klein-Blue entmaterialisieren, so sind sie in den Bildern des Leipziger Malers Hartwig Ebersbach das Material expressiver Gestik und exzessiver Energie. Welche verändernde Kraft von Farben ausgehen kann, erleben Besucher bereits im Foyer des Museums. Der Pariser Künstler Christophe Cuzin dort „Un léger décalage - Eine leichte Verschiebung" realisiert. Mit seinen farbigen Wänden besitzt der Raum eine neue Präsenz im Kunstmuseum.


Die Ausstellung verbindet eine Vielzahl internationaler Positionen der Kunst unserer Tage. Neben Malerei zeigt die Ausstellung Skulpturen, Installationen, Werke aus Licht, Filme und Projektionen.

 

Künstler:
Dieter Balzer. Horst Bartnig. David Batchelor. Enrico Castellani. John McCracken. Christophe Cuzin. Ruprecht Dreher. Hartwig Ebersbach. William Eggleston. Johannes Esper. Rupprecht Geiger. Hermann Glöckner. Matthias Hoch. Rashid Johnson. Rolf Julius. Jean-Yves Klein. Yves Klein. Wieland Krause. Hans-Wulf Kunze. Andrea Loux. Ingo Meller. Maurizio Nannucci. Ursula Neugebauer. William Pope. L. Bridget Riley. Thomas Ruff. Jochen Seidel. John Smith. Keith Sonnier. Reinhard Stangl. Annelies Štrba. Beat Streuli. Niele Toroni. Timm Ulrichs. Thomas Virnich

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23. September - 26. November 2006

Tony Cragg

Tony Cragg, Points of View - Blickpunkte, Entwurf, Foto: Kunstmuseum
 

Wenige Bildhauer haben in letzter Zeit die Entwicklungsfähigkeit einer modernen Bildhauerkunst so eindrücklich und attraktiv unter Beweis gestellt, wie Anthony Cragg (geb. 1949 in Liverpool, lebt in Wuppertal). Das hat diesem Bildhauer weltweiten Erfolg beschert. Die Präsentation, in der die wichtigen Entwicklungslinien im Schaffen Craggs aufgezeigt und sein bildhauerisches Denken umfassend illustriert werden sollen, wird der Magdeburger Öffentlichkeit einen erweiterten Einblick in den Kontext geben, zu dem auch der Entwurf seiner Skulptur für dem Universitätsplatz POINTS OF VIEW - BLICKPUNKTE gehört.

 


25. Juni - 1. Oktober 2006
Michael Schmidt. IRGENDWO

Michael Schmidt (geb. 1945, lebt in Berlin und Schnackenburg) hat mit seinen Schwarzweißfotografien bundesdeutschen Alltag sondiert. War es in Waffenruhe, 1985-87, die soziale und politische Situation des geteilten Berlin, widmete er sich mit EIN-HEIT, 1991-94, den Fragen nach der Bedeutung von Bildern in Bezug auf die widersprüchliche Identität der Deutschen. Mit seinen Fotografien der neuen Serie, IRGENDWO, löst er die bundesdeutsche Provinz aus den gängigen Verklärungen des Heimatbegriffs. Die Schwarz-Weiß-Fotografie von Michael Schmidt ist schonungslos direkt und dringt durch die Oberfläche der Äußerlichen. Sein völlig unabhängiges fotografisches Schaffen hat in den vergangenen Jahren weltweit Anerkennung erfahren.

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2. Juli - 17. September 2006
Wieland Krause. Arbeiten 2000 - 2006

Wieland Krause, Istanbul, 2005, Video, Standbild 

 

Wieland Krause (geb. 1956, lebt in Halle) sich mit den Worten TRANSIT oder ARCHIV ein offenes System geschaffen, das den traditionellen Begriff des Kunstwerkes auflöst. Seine Fotografien, Videos oder Objekte verweisen auf topografisch weit verstreute Orte der Welt. Damit knüpft seine künstlerische Wahrnehmung an den allgemeinen Status des modernen Mitteleuropäers an, dessen Leben immer weniger dauerhaft verortet scheint. Völlig im Unterschied zur globalen Berichterstattung in den Medien, die sprunghaft zwischen ökonomischen Zentren und politischen Krisenherden der Welt pendelt, geht es dem Künstler jedoch um unseren Lebensraum als Ganzes, so rückt die Landschaft oder die Summe der natürlichen und kulturellen Ressourcen immer wieder in den Mittelpunkt.

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2. April - 11. Juni 2006
Emil Cimiotti. Retrospektive

Emil Cimiotti, Der Baum, 1961, Bronze

 

Die bildhauerische Position von Emil Cimiotti gewinnt ihren Impuls aus der Suche nach einem Neubeginn in der Kunst der Nachkriegszeit. Die Situation war bestimmt von konkurrierenden Überlegungen zwischen gegenständlich-realistischen und emotional-abstrakten Tendenzen. Damals wird Emil Cimiotti mit seinen ungewohnt informellen und dennoch lebendig erscheinenden Skulpturen, welche, gegen bisherige Regeln der Bildhauerkunst verstoßend, die Schwere des Materials Bronze leugnen, in kurzer Zeit bekannt. Sein Aufbruch ins Unbekannte erweist sich als unverkennbar charakteristisch und zugleich richtunggebend für die Kunst des Informellen in Westdeutschland.

 

 

19. Februar - 11. Juni 2006
In der Projektreihe Interferenzen:

Gabi Rets. Brunnenhaus

 

 

Gabi Rets, aus der Serie Brunnenhaus, 2005, Zeichnungen

 

Gabi Rets (geb. 1958, lebt in Nijmegen) zeichnet, d.h., ihr künstlerisches Denken und Handeln hinterlässt Linien auf Papier in Form von Zeichen, Strukturen und Bildern. Oft ziehen sich diese Gedankenlinien über mehrere Bögen Papier, sodass daraus Geschichten erwachsen. Mit jeder ihrer Bildgeschichten erforscht und enträtselt sie ein Stück unserer Wirklichkeit. So ergibt eins das andere und am Ende immer wieder die Erfahrung, vor neuen Rätseln zu stehen.

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19. Februar - 11. Juni 2006
In der Projektreihe Interferenzen
:
Zdzislaw Kwiatkowski. WALK

Zdzislaw Kwiatkowski, WALK, 2005, Foto: Hans-Wulf Kunze

 

Zdzislaw Kwiatkowski (geb. 1956, lebt in Lublin) studierte an der Kunstakademie in Warschau Malerei. Heute gilt sein Hauptinteresse dem künstlerischen Prozess und weniger der Herstellung von Kunstgegenständen, weshalb er seit einigen Jahren mit den Mitteln der Performance arbeitet. Dabei benutzt er die eigene Person zur Ausführung von Handlungen, in denen er das Verhältnis zwischen dem Individuum und der Welt analysiert und konzeptuell verdichtet. Im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen setzt sich Kwiatkowski mit dem Kreuzgang als mittelalterliche Wegführung in Beziehung, die bis in unsere Zeit hinein wirkt.

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26. Januar - 19. März 2006
In der Projektreihe Interferenzen
:
Kassandra Wellendorf. Mismeetings. Vier Videoinstallationen


Kassandra Wellendorf, Invisible, 2005, Video, Standbild

 

Kassandra Wellendorf (geb. 1965, lebt in Kopenhagen) spürt in ihren Videos mit hoher visueller Sensibilität und Poesie dem Zusammentreffen von Privatem und Öffentlichem nach. In Close, 2002, gleiten nackte Körper übereinander, in Invisible, 2004, warten Menschen an einer Bushaltestelle, in Outside, 2005, kraxeln Touristen über einen Geröllhang. Gefühle wie Angst, Verlangen und Scheu und Nähe werden spürbar. In unscheinbaren Gesten äußert sich Intimes im öffentlichen Raum. Die Menschen scheinen einer verborgenen Choreografie zu folgen. Wellendorf schafft eine Atmosphäre, die mitunter an Stillleben und ihr Vanitas-Thema erinnert. Die interaktive Videoinstallation A Tourist is waiting for you, 2006, entstand in der Zusammenarbeit mit Simon Lovind.

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