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22. September 2007 - 20. Januar 2008
DIE ELBE [in] between - Wasser, Ströme, Zeiten
Ein internationales Kunstprojekt zur Elbe in Magdeburg


Sich der Elbe aus der Sicht von Künstlern zu nähern, hat viele Gründe. Einer der wichtigsten ist die Lage des Kunstmuseums am Ufer der Elbe. DIE ELBE [in]between umfasst sowohl die Ausstellung als auch die Elbe als Kunstraum, im Abschnitt zwischen Sternbrücke und Strombrücke. Für diesen Elbabschnitt haben die eingeladenen Künstler Vorschläge entwickelt, die im Rahmen der Ausstellung zu sehen sind und später in einer Auswahl im öffentlichen Raum an der Elbe realisiert werden sollen. Die Ausstellung umfasst darüber hinaus zahlreiche weitere aktuelle künstlerische Beiträge zum Thema Fluss. Dabei geht es um die Wahrnehmung des Flusslaufes zwischen Quelle und Mündung, um Themen, die die Beziehung Mensch-Fluss widerspiegeln, z.B. der Fluss als das Erhabene der Natur, die Unendlichkeit des Wasser- und Zeitflusses, der Fluss als Grenzlinie und Verbindungsstelle, die Wandelbarkeit des Visuellen am Fluss, der aktuelle ökologische Zustand.

 

Künstler:
Robert Adams. Susanne Ahner. Anne Rose Bekker. Alighiero e Boetti. Felix Droese. Ian Hamilton Finlay. Lili Fischer. Gloria Friedmann. Hermann & Heym. Roni Horn. Marcello Jori. Koji Kamoji. Ralf Kerbach. Rainer Kirberg. Hans W. Mende. Christiane Möbus. Daniel Mohr. Frank Heinrich Müller. Maurizio Nannucci. Ulf Puder. Reinhard Rex. Jewyo Rhii. Per Olaf Schmidt. Silke Silkeborg. Susan Turcot. Dagmar Varady. Auke de Vries. Ursula Wevers. Markus Wirthmann. Ulrich Wüst. Kailiang Yang

Katalog. Symposiumsdokumentation. Edition von Maurizio Nannucci

 

 

1. Juli - 2. September 2007
Franz Johannknecht (1903-1974).
Innensichten. Zeichnungen, Collagen, Aquarelle

Franz Johannknecht. Ohne Titel. 1964. Collage 

 

Franz Johannknecht (geb. 1903 in Düsseldorf, gest. 1974 in Dessau) hat von 1929 bis 1933 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf studiert, unter anderem als Meisterschüler bei Werner Heuser und Ewald Mataré. Ab den 1960er Jahren entwickelt sich sein Œuvre in Dessau in Unabhängigkeit und Eigenständigkeit. In der Zweidimensionalität entsteht eine Welt eigener Räumlichkeit, gleichsam wie eine bildgewordene Beschwörung des Unbewussten als dazugehörende Seite des Seins. Zunächst noch mehr abbildhaften Figurationen und erzählerischen Details verbunden, verträumten und poetischen Milieus, sind daraus abstrahierte Zeichen erwachsen.

Katalog

 

 

1. April - 24. Juni 2007
SECOND VIEW. Amerikanische Fotografie
aus der Sammlung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung Hannover

Garry Winogrand, aus: Women are beautiful. Um 1969

 

Die Ausstellung verbindet wegweisende Positionen der künstlerischen Fotografie in den USA seit den 1960er Jahren. Sie alle charakterisiert eine dokumentarisch registrierende Haltung, die sich der Realität in einer unverstellten Direktheit und im Verzicht auf fotografische Effekte nähert. Ihre Bilder sind kulturell, politisch, alltäglich, symbolisch, stets subjektiv, aber nie sind sie ideologisch, kommerziell oder aus vordergründiger Sensation bedeutsam. Die Ausstellung vermittelt ein aufmerksames Bild von Zuneigung und Vertrauen in die Menschen, sich der Chancen des Lebens und dem Reichtum der Natur immer wieder bewusst zu werden. Das zeigt sich in den überraschenden Notizen im Alltag der Städte bei Garry Winogrand, wie in den Impressionen der Farben des Westens bei Stephen Shore, in Bildern vom Verlust der Landschaft mit den Idealen der Zivilisation bei Robert Adams, in Bildern gemeinsamen Lebens bei Nicholas Nixon oder in Bildern gemeinsamer Trauer am Vietnam-Memorial in Washington bei Judith Joy Ross.

 

Künstler:
Robert Adams. Stephen Shore. Judith Joy Ross. Garry Winogrand. William Eggleston. Lee Fiedlander. Diane Arbus. Nicholas Nixon und William Christenberry