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     ars viva Preis 2017
     Jan Paul Evers, Leon Kahane, Jumana Manna
 

Ausstellung der mit dem ars viva-Preis für Bildende Kunst 2017 des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e. V.  ausgezeichneten Künstler

 

9. Oktober 2016 bis 29. Januar 2017

Eröffnung: Sonnabend, 8. Oktober 2016, 19.30 Uhr

Pressetermin: Donnerstag, 6. Oktober 2016, 11.00 Uhr

 

Jan Paul Evers: Große Funktion, 2010, Silbergelatine-Abzug, Unikat, 80x80cm, Julia Stoschek e.V., Düsseldorf (links), Dont’t defend your freedom with magic mushrooms, 2016, Silbergelatine-Abzug, Unikat, 109x99cm, Privatsammlung (rechts), Copyright: Jan Paul Evers

 

Jan Paul Evers wurde 1982 in Köln geboren und studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Evers lebt und arbeitet in Köln. Ausgangspunkt seiner analogen Schwarz-Weiß-Fotografien sind von ihm selbst aufgenommene Bilder aber auch bereits bestehendes Bildmaterial. Die Ursprungsmotive sind abstrakt wie konkret. In der Dunkelkammer unterzieht er die Bilder der eigentlichen künstlerischen Bearbeitung und konstruiert mithilfe von Schablonen, durch die Anpassung der Belichtungszeit oder den gezielten Einsatz chemischer Substanzen neue Bilder, Unikate auf Barytpapier. Die Kompositionen rücken das Verhältnis von Bild und Abbild, Motiv und Wirklichkeit in den Fokus und hinterfragen damit die Möglichkeiten der Reproduktion. Auf der Frieze London 2016 wird in der Sektion Focus eine Solo-Präsentation von Evers zu sehen sein (Galerie Max Mayer), darüber hinaus stellt der Künstler aktuell im Rahmen einer Gruppenausstellung im Kunstmuseum Bochum aus.

 

 

Leon Kahane: Ausstellungsansicht Leon Kahane – For official use only, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig (02. April 2016 bis 03. Juli 2016), mit “Reports of my assimilation are greatly exaggerated”, 2016 (links) und FRONTEX, 2008 (rechts), Foto: Wenzel Stählin

 

Leon Kahane, 1985 in Berlin geboren, absolvierte zunächst eine Fotografie-Ausbildung an der BEST-Sabel Berufsfachschule für Design und an der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin und studierte anschließend Freie Kunst an der Universität der Künste Berlin. Kahane lebt und arbeitet aktuell in Berlin und Tel Aviv. Zentrale Bezugspunkte in den Videoarbeiten, Fotografien und Installationen des Künstlers sind Themen wie Migration und Identität und die Auseinandersetzung mit Mehr- und Minderheiten in einer globalisierten Gesellschaft. Für den Künstler spielen eigene Erfahrungen und biografische Bezüge eine zentrale Rolle. Zuletzt waren seine Arbeiten in der Kunsthalle Wien und bei der 6. Moskau Biennale zu sehen. 2015 gewann er den Kunstpreis Europas Zukunft und stellt aktuell solo in der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig aus.

 

 

Jumana Manna: Cahen family, Samaritans, Still aus A Magical Substance Flows Into Me, 2016, 68min HD Video, Co-commissioned by the Sharjah Art Foundation and Chisenhale Gallery with Malmö Konsthall and the Biennale of Sydney. Courtesy of the artist and CRG Gallery, New York 


Jumana Manna wurde 1987 in New Jersey geboren und studierte an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem sowie an der Oslo National Academy of the Arts. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und Jerusalem. In ihren Videoarbeiten und Skulpturen setzt sich Manna mit sozialpolitischen Fragestellungen, Machstrukturen und der Konstruktion von Identität auseinander. Während sich ihre Videoarbeiten nah am Dokumentarfilmformat mit persönlich-historischen Bezügen bewegen, haben die skulpturalen Arbeiten häufig abstrakten Charakter und beziehen sich dabei auf unterschiedliche Quellen wie archäologische Artefakte oder modernistische norwegische Architektur. Anfang des Jahres präsentierte Manna in der Malmö Konsthall ihre erste Einzelausstellung in Schweden. Mit ihrem Dokumentarfilm „A Magical Substance Flows into Me“ war sie 2016 im Forum der 66. Berlinale vertreten.

 

Quelle: www.kulturkreis.eu


 

    PETER HERRMANN Malergrüße aus Berlin

 

31. Oktober 2016 bis 12. März 2017

Eröffnung: Sonntag, 30. Oktober 2016, um 15.00 Uhr

 

„Die Malerei ist meine einzige Sprache“ – es gibt Künstler, auf die diese Feststellung unumwunden zutrifft. Zu ihnen gehört der 1937 in Großschönau, Sachsen, geborene, viele Jahre in Dresden und heute in Berlin lebende Maler Peter Herrmann. Die Ausstellung zeigt seit langer Zeit erstmals wieder das reiche, über fast ein halbes Jahrhundert entstandene Oeuvre des Malers.

 

Peter Herrmann malt Figuren, Stadtszenen und Alltagsbegebenheiten, kommt dabei dem frühen Ernst Ludwig Kirchner und Henri Rousseau nahe, ist vielleicht spielerisch wie die Jungen Wilden und bleibt dennoch völlig eigenständig. Weil er die Malerei bewundert, nimmt er sie selber so ernst. Mit seltener Leichtigkeit schaffen es seine Bilder, ganz unterschiedliche Ereignisse und Zeiten in die Gegenwart zu verwickeln. Dabei ist die Idee des Malers, nicht vordringlich der Wunsch modern zu sein, das Licht der Farben von Piero della Francesca und der geheimnisvolle Schatten der Bilder von Arnold Böcklin würden ihm das versagen, hingegen macht die Beschaffenheit seiner Bilder sie gegenwärtig und zeitlos. Oft werden sie als Traumbilder bezeichnet. „Ich fange erst langsam an, mich künstlerisch zu befreien. Ob ich jemals abstrakt werde, weiß ich nicht. Ich glaube nicht“ – so Peter Herrmann 2001 anlässlich der Verleihung des Fred Thieler Preises in Berlin, der an Maler verliehen wird, „deren künstlerische Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist“. Dagegen wehrt sich Herrmann nicht. „Der Prozess geht immer weiter“ – sagte er damals und dies gilt bis heute. 

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

 

 

 


    "SEHT, da ist DER MENSCH"

21. Mai bis 5. November 2017 

Ausstellung anlässlich des Reformationsjubiläums 2017

 

 

siehe auch MENSCH