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      KinderKulturTage 2019

(T)raumwelten: gestalten und leben | 24. Juni bis 30. Juni 2019

 

Die diesjährigen KinderKulturtage finden ganz im Sinne des Bauhaus-Jubiläums zum Thema Gestalten und Leben sowie zu Raumwelten und Traumwelten statt. Das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen ist natürlich dabei und lädt euch in das Traumbüro ein! Am 24. Juni starten die KinderKulturTage mit einer großen Zeltlandschaft - seid dabei!

 

Während der Festivalwoche errichtet das Kunstmuseum Magdeburg ein Traumbüro, in dem es verschiedenste Angebote geben wird. Wir wollen inmitten der 7. KinderKulturTage einen Orten schaffen, an dem philosophiert werden kann und die Welt nach uns geplant, an dem Müßiggang anregend sein darf und Stauen eine Tugend.

Zwischen gemütlichen Sitzgelegenheiten, gedimmtem Licht und spannenden Traumdeutungen wollen wir eure Träume hören, Geschichten spinnen, Gedankenräume erobern, philosphieren und das Ganze kreativ ins Bild bringen. Dabei schwingen wir den Pinsel oder die Feder, nutzen Acryl, Klebestift und sogar Schokolade.

 

Im Traumbüro wird es Lesungen geben und ein großes Bauhausgemälde aus vielen Einzelteilen gestaltet, außerdem werden wir uns dem Handlettering widmen und süße Begleiter für die Leuchtnacht basteln. Neben aktiven Workshop-Angeboten ist es uns ein großes Anliegen, auch alle in unser Traumbüro einzuladen, die einfach ihren Träumen nachhängen wollen, die Geschichten zu teilen oder Impulse zu bekommen, neues zu träumen und zwischen Kursangeboten eine Verweilmöglichkeit zu erschaffen.

 

Wir freuen uns auf eine tolle Zeit mit euch bei den diesjährigen KinderKulturTagen! Konkrete Informationen findet ihr bald hier auf der Homepage des Kunstmuseums sowie unter kunstvermittlung@kunstmuseum-magdeburg.de.

 

 

 

 


    

     Krypta der ehemaligen Klosterkirche wiedereröffnet

Weiterer wichtiger Sanierungsschritt

Die Sanierung der Krypta der Liebfrauenkirche des ehem. Klosters Unser Lieben Frauen, in dem sich heute das Kunstmuseum der Stadt Magdeburg befindet, ist abgeschlossen. Damit ist nun eines der bedeutendsten romanischen Architekturzeugnisse des Hochmittelalters, die vor 1078 erbaute dreischiffige Krypta für die Öffentlichkeit zugänglich. Ermöglicht wurden die seit 2016 durchgeführten Sanierungsarbeiten aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm V der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur- und Medien (BKM). 

Neu für die Besucher ist auch die Möglichkeit, den Memorialraum mit der ursprünglichen Begräbnisstelle des hl. Norbert von Xanten in den Dimensionen des 17. Jahrhunderts zu erleben. Die Medienkunstinstallation NAM IN LOCO HOC von Martin Stefke und Friederike Drews lässt Leben und Wirken des einstigen Bischofs und Ordensgründers der Prämonstatenser an diesem Ort aus heutiger Perspektive lebendig werden.
Neu ist auch das Bodenkunstwerk des Malers und Grafikers Martin Assig, das eigens für den Ort der Vierung im Chor geschaffen wurde. Die Krypta ist seit dem 9. Oktober Teil des Besucherrundgangs des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen.

 

 

 

     Neu in den Sammlungen

     Günter Fruhtrunk - Horst Bartnig

Zu Beginn des Jahres 2018 konnte die Stiftung Kunst und Kultur der Stadtsparkasse Magdeburg die Grafikmappe "Sechs Serigrafien, 1967" von Günter Fruhtrunk und das Gemälde "24 unterbrechungen - quadrate in weiß, rechtecke in 4 farben, unterbrechungen - quadrate in schwarz, rechtecke in 4 farben, 20 große quadrate in 4 farben" von Horst Bartnig erwerben, um sie dem Kunstmuseum Magdeburg als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen.

 

                   

Abb.: Günter Fruhtrunk: Aus der Mappe: Sechs Serigrafien 1967, Farbserigrafie, 62 x 62 cm, Foto: Kunstmuseum Magdeburg

 

Günter Fruhtrunk (*1923 in München, † 1982 in München) gilt als maßgeblicher Wegbereiter in der Kunst ab den 1960er Jahren in Westdeutschland. Sein Gestaltungsmittel ist die Farbe, die er von jeglicher "Fremdbestimmung", von allen kulturell überlieferten oder individuellen Bedeutungen befreien will. Fruhtrunk ist einer der wichtigsten Vertreter abstrakt-konstruktiver Malerei in Deutschland und auch international anerkannt. Von 1967-1982 hatte er eine Professur an der Kunstakademie München.

 

 

      

Abb.: Horst Bartnig: 24 unterbrechungen - quadrate in weiß, rechtecke in 4 farben, unterbrechungen - quadrate in schwarz, rechtecke in 4 farben, 20 große quadrate in 4 farben, 2011, Acryl auf Leinwand, 120 x 120 cm, Foto: H.-W. Kunze

 

Horst Bartnig (*1936 in Militsch/Schlesien, lebt in Berlin) hat von 1954-57 an der Fachschule für Angewandte Kunst in Magdeburg studiert, danach als Bühnenmaler in Weimar und Berlin gearbeitet. Seine eigene künstlerische Konzeption entwickelt Bartnig neben dem offiziellen Kontext der Kunst in der DDR vollkommen autonom. Nachdem er 1975 seine variablen Systeme entwickelt, entstehen 1979 erste Computergrafiken und daraus 1984 das Prinzip der "unterbrechungen". Bartnig ist damit ein früher Vorreiter der Digitalisierung in der Gegenwartskunst und erhielt mehrfach Ehrungen für sein Schaffen.