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      Sonntag, 27. August 2017, um 17.00 Uhr

     Eröffnungsfeier für die neuen Werke von Alicia Paz und
     Nathan Coley im Skulpturenpark des Kunstmuseums

in Anwesenheit der Künstler, es sprechen 

Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt und Minister für Kultur

Prof. Dr. Matthias Puhle, Beigeordneter für Kultur, Schule und Sport der Landeshauptstadt Magdeburg

Dr. Annegret Laabs, Leiterin Kunstmuseum

Uwe Gellner, Sammlungskurator

Programm: STEPS Dance Center Magdeburg

 

Nathan Coleys Beton-Skulptur For Other People, and Other Work im Skulpturenpark des Kunstmuseums Magdeburg. Foto: Hans-Wulf Kunze

 

Die Skulpturen der mexikanisch-amerikanisch-französischen Künstlerin Alicia Paz und des Schotten Nathan Coley sind die ersten beiden im Rahmen eines Ideenwettbewerbes entstandenen und Anfang 2016 in einer Ausstellung als Entwürfe präsentierten Projekte, die nun umgesetzt werden konnten. Die Neuerungen wollen den Skulpturenpark des Kunstmuseums Magdeburg in die Gegenwart holen, ohne ihm seine Geschichte zu nehmen.

 

Nathan Coleys ortsspezifische Skulptur For Other People, and Other Work (Für andere Leute, und andere Werke) besteht aus einem Betonpodest, das eingefügt zwischen Bäumen und Mauerresten über dem Rasen zu schweben scheint. Mit seinem revolutionären Konzept der Bühnenskulptur bezieht sich Coley (UK, *1967 in Glasgow) explizit auf den öffentlichen Raum. Zwei Rechtecke, ineinandergefügt zu einer Fläche, definieren eine geometrische Konstruktion, die den Charakter des Parks als Ganzes widerspiegelt, als Ort der Kunstrezeption und Aufenthaltsort für Passanten wie auch Raum für weitere Skulpturen. Kunst wird benutzbar, der gewohnte Abstand zur Kunst schwindet hier konzep-tionell und ganz real.

 

Emaille-Gesichter und -Blätter von Alicia Paz für ihre Stahl-Beton-Skulptur Island of Dolls. Foto: Hans-Wulf Kunze

 

Mit ihrer ersten großen Außenskulptur Island of Dolls (Insel der Puppen) trägt Alicia Paz (MEX/US/FR, *1967 in Mexiko-Stadt) den Baum als ein zentrales Motiv ihrer Malerei zurück in den Garten und in die Landschaft, jedoch nicht als natürliches Element, sondern als Zeichen seiner selbst. Wie zwei ineinander verschränkte Leinwände fügen sich Flächen zusammen, deren zweidimensionale Frauengesichter sich aufeinander beziehen, sich jedoch nicht in den Raum hinein lösen. Die Früchte des Baumes sind bestehende, von Paz in Emaille neu interpretierte Bilder von Frauen aus allen Zeiten und Medien. Sie lassen Archetypen, keine konkreten Individuen erkennen und sind so offen für Assoziationen und Narrative.