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TransReflex
Am Westflügel des Kunstmuseums entstand mit TransReflex ein ganz besonderes Projekt. Für den zur Regierungsstraße weisenden Gebäudeteil aus den 1960er Jahren wurde eine neue Fensterverdunkelung entwickelt, um als ästhetisches Element zwischen dem Innen- und Außenraum des Kunstmuseums einen künstlerischen Akzent zu setzen. Geplant und realisiert wurde das Projekt von realities:united, Jan und Tim Edler (Berlin), in Abstimmung mit der Denkmalpflege, den Architekten und dem Kunstmuseum, um allen bestehenden Anforderungen an diesen Ort gerecht zu werden.
Entstanden sind 17 großformatige Spiegelpaneele, die in unterschiedlichem Winkel aus der Ebene der Fassade herausklappen oder aber zugeklappt die Fassade verschließen. Die Paneele integrieren und vervielfältigen die Umgebung, sie schaffen visuelle Aktivität und Lebendigkeit.
realities:united ist ein gleichzeitig technisches, wie poetisches Bild für das Kunstmuseum gelungen. Jeden Morgen heißt die Öffnung der Paneele die Besucher willkommen zu einem öffentlichen Ort, an dem sie besondere Stunden verbringen können. Jeden Abend verschließen die Paneele das Gebäude und seine gleichermaßen materiellen, wie ideellen Schätze - einen Hortus conclusus, einen abgeschiedenen Ort zur Bewahrung der Dinge und der Gedanken über die Zeit hinaus.
Christophe Cuzin Un léger décalage – Eine leichte Verschiebung, 2006/2012
Das Foyer des Kunstmuseums ist gleichzeitig ein Kunstwerk. An dessen Wänden hat der französische Künstler Christophe Cuzin (geb. 1956) 2006 seine Arbeit "Un léger décalage - Eine leichte Verschiebung" realisiert. Nach Abschluss der Sanierung wurde sie 2012 erneuert.
Der 1956 in Paris geborene Künstler verweist mit diesem und früheren seiner Werke auf Traditionen des Minimalismus und der Wandmalerei. Die monochromen Farbflächen fügen sich in die Struktur des Raumes ein, stören sie jedoch durch geringe Abweichungen. In der Summe geben sie der funktionalen, am Rand der Unsichtbarkeit existierenden Architektur einen neuen Wert. Gleichzeitig tritt Farbe als Mittel und Form der Sichtbarkeit von Strukturen, Übergängen und deren Veränderung hervor.
Das Kunstmuseum Magdeburg verfügt damit über die erste Arbeit, die Christophe Cuzin in Deutschland ausgeführt hat. Sie ist charakteristisch für den in Paris lebenden Künstler, der seit 1989 die Gegebenheiten der Architektur für seine Werke nutzt. Wichtige Impulse dafür erhielt er durch die Zusammenarbeit mit Sol LeWitt und Daniel Buren.
Museum 2.0
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